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Ja lebt denn der alte …

Jaaaa er lebt noch, er lebt noch…

… und er trainiert. Was er aber im Moment nicht schafft, ist ein ausführlicher Bericht im Blog. Das ärgert mich selber. Vor allem, weil doch auf der Webseite der Firma Medaix so ein toller Artikel steht: http://tinyurl.com/26228ve

Morgen – spätestens Übermorgen. OK!

Tschö wa…

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Beweis

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass ich gestern ein wenig neben der Spur war, dann wäre der Beginn des zweiten Absatzes des Dienstagberichts dazu geeignet. Dreimal darfst du raten was ich meine. Rüüüchtüüüch! Das Fahrrad steht zwar tatsächlich im Selection Alsdorf, doch heißt nicht der Drahtesel, sondern das Gehband, welches einmal zum Laufband werden soll, Lauren. Es wäre ja auch Quatsch, ein Fahrrad LAUfen und RENnen zu nennen, wa?! Vielen Dank den aufmerksamen Lesern!

Tschö wa…

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Herrjöttche…

… va Baadeberch, ich ha de Pief aaf! Auf gut Deutsch: Ich bin platt. Nun ist mein “warm-up” kein Wahnsinnsprogramm, aber heute habe ich mich wohl ein wenig überschätzt.

Mein Fitnessrad, ach ja, das Rädchen heißt Lauren (ausgesprochen Laureeeen), steht im Selection in Alsdorf. Und wie ich da dieser Tage nach einem Training meinen Kaffee schlürfe, fällt mir ein Flyer in die Hand: LesMills BodyBalance. Es soll meinen Geist und Körper in Einklang bringen und verwendet dabei traditionelle fernöstliche Entspannungsübungen in Verbindung mit Kraft, Stretching, Meditation und Atemtechnik. Laut Broschüre soll ich die Harmonie und mich selber fühlen. Mir schossen gleich diese netten, immer lächelnden Uraltjapaner durch den Kopf, die in Rosengärten und unter Schmetterlingsschwärmen ihr Schattenboxen machen. Herrlich! Das mache ich! Mittwoch, 10:15 Uhr, für ein gutes Stündchen Entspannungsübungen. Marathontraining kann soooo schön sein.

Nach der Begrüßung durch die Trainerin (ca. 22, geschätzte 45 kg, Typ: Hüpfender Floh) stehe ich umringt von 10 Damen und 2 Herren, allesamt im Rentenalter, bei seichter Pop-Musik vor meiner Trainingsmatte. Erste Übung: Bogenschießen. Mit angewinkelten Knien und in leicht gebückter Haltung mit dem linken Arm in einer ausholenden Bewegung hin zum ausgestreckten rechten Arm, Hände in Stellung und dann *wusch” – abziehen. Das ganze drei, vier Mal. Für einen angehenden Ausdauerathleten, der es gefühlt locker mit Jürgen Hingsen aufnehmen könnte, eine leichte Sache. Zack! Wusch! Die Rentner lächelten. Ich mag ältere Mitmenschen und lächle zurück.

Gut, nach der zweiten Übung hatte ich die ersten Zweifel, ob die Musik nicht doch ein wenig schnell ist. Meine Nachfrage wurde aber nur mit einem Lächeln und einem “Nein” beantwortet. Während der dritten Einheit – ein Bein angewinkelt nach vorne, eins gestreckt nach hinten und dann *pffffff* zur richtigen Zeit Luft ablassen – bildeten sich die ersten Schweißtropfen. Bei mir, nicht bei den Rentnern und schon gar nicht bei der Trainerin. Die Rentner lächeln. Ich mag sie und lächle auch.

Anfangs mochte ich den Floh da vorne recht gerne. Nach der vierten Übung, die sich mit Dehnung beschäftigte, sah ich sie urplötzlich nicht mehr in ihrem Trainings- sondern in einem dieser aus Amifilmen bekannten, wie durch ein grün-braunes Farbenmischmasch gezogenen, Kampfanzug. Es war eine klitzekleine Illusion, die von Minute zu Minute häufiger auftrat. Die Rentner lächeln mich an. Mit Anstrengung lächle auch ich.

Nun habe ich aufgehört die Übungen zu zählen und nur noch versucht das, was mir der Drillinstructur auf der Bühne vormacht, irgendwie nachzuturnen. Mit mäßigem Erfolg. Was die häufigen “Arme hoch”, “Po hoch”, “Schultern fallen lassen”-Rufe in meine Richtung bewiesen. Die Rentner lächelten immer noch. Ich nicht mehr. Der salzige Schweiß brennt in den Augen, wenn ich es versuche.

“Nur noch eine Übung!” schreit dieser mir äußerst unsympathische weibliche Steven Seagal von oben herab. Was konnte ich so doof sein, mir das anzutun. Das Prospekt ist eine Lüge. Ha! Geist und Körper in Einklang. Mein Körper sagt: “Verpiss dich, verpiss dich”. Und mein Geist schreit: “Halt, hier geblieben”. Wo zum Teufel ist da Einklang? Ich bin klatschnass. Wenn mich jetzt einer der Rentner anlächelt, platz ich!

Ruhe! Sanfte Töne! “Legt euch hin und atmet eiiiiiin – auuuuus – eiiiiin – auuuus….. entspannt euch…”. Juhu, endlich die versprochene Entspannung. Eine knappe Viertelstunde. Die frei gewordene Energie, so die Powerlady, soll nun zurück in den Körper. Schlechtes soll aus uns heraus. Yep! Das gefällt mir. Selten waren meine Knochen so schwer und doch fühlte ich mich so gut. Hätte ich die Augen nicht zu – ich träumte mich zu den Japanern in den Rosengarten – wäre den netten Rentnern ein Lächeln gewiss gewesen.

Feierabend! “Na wie war es? Du hast ja toll mitgemacht. Kommst du wieder?” Und ob ich wiederkomme. Ich bin zwar absolut groggy und hoffe, bis zum Tanzkurs um sieben wieder fit zu sein, aber das waren 60 Minuten Achterbahn der Emotionen, die ich gerne wiederholen mag. Marathontraining kann soooo schön sein.

Tschö wa…

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Der Beginn einer Freundschaft?

Heute habe ich das Trainingsgerät kennengelernt, welches in den kommenden Monaten wohl sehr häufig mein Trainingspartner sein wird. Das Laufband! Ok, im Moment ist es eher ein Gehband, aber sympathisch fanden wir uns schon. Ihr wisst ja, der erste Eindruck ist immer besonders wichtig. Und der hat gepasst. Einen Namen hat “es” noch nicht; sollte “es” aber. Habt ihr Ideen? “Runny”, “Laufi” oder “Nettes Band, das mich den Marathon lehrt” hören sich doof an. Vorschläge sind erwünscht!

Tschö wa…

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Ich steh’ drauf

Die heutige Trainingseinheit war ganz nach meinem Geschmack, hätte gerne etwas länger gemacht. Gut, für manch einen hat das nichts mit Sport zu tun, aber ich finde es klasse und komme regelmäßig in die Kalorienverbrennung. Welcher Sport? Na Tanzen! Drehung hier, Verrenkung da, Wirbel dort. Eins, zwei, Wiegeschritt, vor, zurück, dann ‘nen Kick. Herrlich! Ich könnte mir vorstellen, nach dem Marathon einen 24-Stunden-Disco-Fox-Wettbewerb anzugehen. Soll ja in den Fünfzigern recht modern gewesen sein. Tanzen bis die Schwarte kracht und Einer nach dem Anderen umkippt. Wenn da nur nicht diese Wendlermucke wäre, die treibt mich nach spätestens zwei Stunden in den Wahnsinn.

Tschö wa…

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